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Pressemitteilung:
Mehrheitsfraktionen im Landtag sind an einer Verbesserung der Bildungsstandards
für frühkindliche Bildung nicht interessiert:
Die Petition von 13.000 Bürger und Bürgerinnen sowie von 243 Verbänden
und Organisationen in Niedersachsen für bessere Bildungsstandards der frühkindlichen
Bildung und für die Herstellung gleicher Lebensverhältnisse in Niedersachsen
wird gegen die Stimmen der Opposition abgewiesen.
Die Petenten hatten die Qualitätskampagne "Das 1 x 1 der frühkindlichen Bildung"
des Bündnisvereins unterstützt: Nicht nur der Ausbau von Kita-Plätzen ist notwendig,
sondern dringend auch eine Verbesserung der Qualitätsstandards in den Kitas bis zum Jahre 2013.
Mit allen Anstrengungen muss das Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot im Elementarbereich
schrittweise an das Niveau im europäischen Ausland angehoben werden. In einer "Niedersachsen-Erklärung"
wird vom Land eingefordert, der sozialen Ausgrenzung gerade in der ersten Stufe unseres
Bildungswesens entgegen zu wirken und für einen Ausgleich der großen regionalen
Unterschiede im Bildungsangebot in Niedersachsen Sorge zu tragen.
Mit ihren Forderungen für eine bessere Bildungsqualität bei den "Kurzen"
sehen sich die Petenten in Einklang mit den zahlreichen Stellungnahmen der maßgeblichen
Fachverbände und Erkenntnissen und Forderungen aus der Wissenschaft. Auch der wissenschaftliche
Beirat des Bundesfamilienministeriums kommt in seinem aktuellem Kurzgutachten "Bildung, Betreuung
und Erziehung für Kinder unter 3 Jahren…" auf S. 44 zu dem Schluss: Der Prozess des Ausbaus
von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige läuft also Gefahr, dass
Qualitätsaspekte erst zu spät oder gar nicht berücksichtigt werden und dass
Betreuungsplätze entstehen, die den Anforderungen des frühkindlichen Bereichs in keiner
Weise gerecht werden….(www.bmfsfj.de).
Um so mehr sind die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen der Petition enttäuscht, dass CDU
und FDP im Niedersächsischen Landtag - entgegen aller fachlichen Erkenntnisse - jeden
Handlungsbedarf abstreiten und die Petition nicht einmal als Material oder zur Erwägung oder
Berücksichtigung für die zukünftige Bildungsplanung zur Kenntnis nehmen wollen.
V.i.S.d.P.: Heide Tremel Tel. mobil: 0160/95 11 88 92
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© Bündnis für Kinder und Familien in Niedersachsen e.V. | Februar 2008 |
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