Bündnis für Kinder und Familien in Niedersachsen e.V.

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09. Oktober 2008

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Pressemitteilung:

Mehrheitsfraktionen im Landtag sind an einer Verbesserung der Bildungsstandards für frühkindliche Bildung nicht interessiert: Die Petition von 13.000 Bürger und Bürgerinnen sowie von 243 Verbänden und Organisationen in Niedersachsen für bessere Bildungsstandards der frühkindlichen Bildung und für die Herstellung gleicher Lebensverhältnisse in Niedersachsen wird gegen die Stimmen der Opposition abgewiesen.

Die Petenten hatten die Qualitätskampagne "Das 1 x 1 der frühkindlichen Bildung" des Bündnisvereins unterstützt: Nicht nur der Ausbau von Kita-Plätzen ist notwendig, sondern dringend auch eine Verbesserung der Qualitätsstandards in den Kitas bis zum Jahre 2013. Mit allen Anstrengungen muss das Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot im Elementarbereich schrittweise an das Niveau im europäischen Ausland angehoben werden. In einer "Niedersachsen-Erklärung" wird vom Land eingefordert, der sozialen Ausgrenzung gerade in der ersten Stufe unseres Bildungswesens entgegen zu wirken und für einen Ausgleich der großen regionalen Unterschiede im Bildungsangebot in Niedersachsen Sorge zu tragen.

Mit ihren Forderungen für eine bessere Bildungsqualität bei den "Kurzen" sehen sich die Petenten in Einklang mit den zahlreichen Stellungnahmen der maßgeblichen Fachverbände und Erkenntnissen und Forderungen aus der Wissenschaft. Auch der wissenschaftliche Beirat des Bundesfamilienministeriums kommt in seinem aktuellem Kurzgutachten "Bildung, Betreuung und Erziehung für Kinder unter 3 Jahren…" auf S. 44 zu dem Schluss: Der Prozess des Ausbaus von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige läuft also Gefahr, dass Qualitätsaspekte erst zu spät oder gar nicht berücksichtigt werden und dass Betreuungsplätze entstehen, die den Anforderungen des frühkindlichen Bereichs in keiner Weise gerecht werden….(www.bmfsfj.de).

Um so mehr sind die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen der Petition enttäuscht, dass CDU und FDP im Niedersächsischen Landtag - entgegen aller fachlichen Erkenntnisse - jeden Handlungsbedarf abstreiten und die Petition nicht einmal als Material oder zur Erwägung oder Berücksichtigung für die zukünftige Bildungsplanung zur Kenntnis nehmen wollen.

V.i.S.d.P.:    Heide Tremel    Tel. mobil: 0160/95 11 88 92

 
© Bündnis für Kinder und Familien in Niedersachsen e.V.  |  Februar 2008